Wappen groß neu | © Gerhard Blum

Neujahrsgruß der Ortsgemeinde 2021

Liebe Niederheimbacher Bürgerinnen und Bürger,ich wünsche Ihnen allen ein frohes und kraftvolles neues Jahr.

14.01.2021

Liebe Niederheimbacher Bürgerinnen und Bürger,

ich wünsche Ihnen allen ein frohes und kraftvolles neues Jahr. Das vergangene Jahr war geprägt durch viele Entbehrungen in der Corona-Pandemie, die wir mit den gefundenen Impfstoffen hoffentlich bald hinter uns lassen können.

 

So wollen wir nach vorne blicken und auf ein erfolgreiches und schönes neues Jahr 2021 hoffen, in dem sicher auch viele wichtige Vorhaben für Niederheimbach bearbeitet werden können. Ich möchte allen Menschen danken, die sich aktiv und ehrenamtlich für diesen Ort einbringen, da Niederheimbach gerade durch das vielfältige, persönliche Engagement liebens- und lebenswert gehalten wird.

 

Ich möchte Ihnen in diesem Jahr wegen der Pandemie auf schriftlichem Wege mitteilen, welche politischen Themen in 2020 aktuell waren und welche es für 2021 sind.

 

Was sich im Positiven wie im Negativen verändert hat. Sie erfahren, was im Ort passiert ist und was passieren soll.

Herzlichen Dank möchte ich wie gewohnt all denen sagen, die im Jahr 2020 innerhalb der Verwaltung und der Gemeinde wieder in vielfältiger Art und Weise zum Wohle der Allgemeinheit und damit uns aller tätig waren.

Auch denen, oder gerade denen, die nicht in Erscheinung treten wollen, mir und vielen unter uns dennoch bekannt sind, möchte ich meinen Dank aussprechen.

Machen Sie weiter so.

 

Blicken wir ein wenig in die Ortspolitik 2020 zurück

Geprägt war das Jahr 2020 eindeutig durch den seit März bestehenden Ausnahmezustand durch die Corona-Pandemie.

Uns allen wurde hier viel abverlangt und vieles konnte überhaupt nicht oder nicht in seiner gewohnten Form stattfinden. Viele Kommunikationsplattformen, bekannte und liebgewonnene Veranstaltungen und Traditionen fielen aus und der direkte menschliche Kontakt war auf das Minimum reduziert. Durch den nun beginnenden Impfstart hoffe ich, etwas Licht am Ende des Tunnels sehen zu können und dass wir uns auf die Rückkehr zum Gewohnten freuen können.

           

Der noch zu beschließende Haushalt für das Jahr 2021 wird –trotz den widrigen Umständen und finanziellen Einbußen durch die Corona-Pandemie- im positiven Bereich liegen. Hier ist es gelungen, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie etwas abzufedern und den Haushalt der Gemeinde weiter zu konsolidieren und schwarze Zahlen zu schreiben – mit allen geplanten Vorhaben und Maßnahmen.

           

Die energetische Sanierung mit Ausbau der Kindertagesstätte Märchenhain ist inzwischen praktisch abgeschlossen. Das mit Kunstschiefer gedeckte Dach ist zurückgebaut und nach einer Dachsparrenisolierung komplett mit Ziegeln neu eingedeckt und 10% der Dachfläche mit Fenstern abgedeckt. Dies ist erforderlich, um das Dachgeschoss als Nutzfläche einzubeziehen. Im Erdgeschoss ist die neue, Wärmepumpenbetriebene Heizung in einen neuen Estrich verlegt worden, der anschließend mit einem neuen Bodenbelag abgedeckt wurde. Die Küche ist bereits für den erweiterten Betrieb ausgestattet und die Beleuchtung effizient umgerüstet.

 

Derzeit befassen sich Architekt und Verwaltung in einem weiteren Abschnitt mit der bestmöglichsten Erweiterungsstrategie zu einem vernünftigen Preis, wobei bei allen Überlegungen immer die Kinder und damit unser aller Zukunft im Vordergrund stehen sollten.

 

Stark aktiv sind die Niederheimbacher Bürgerinnen und Bürger auch im Bereich des kommunalen Entwicklungsmanagements der Verbandsgemeinde im Bereich „erneuerbare Energien“, was sich unter anderem im mittlerweile als Pilotprojekt auf Gemeindegebiet vergebenen Quartierskonzept mit Sanierungsmanagement zeigt.

 

Hiermit kann Niederheimbach einen ersten Schritt hin zur energieautarken Kommune gehen. Die Vergabe erfolgte an die Firma IfAs vom Umweltcampus Birkenfeld, die ein großes Team und viel Erfahrung bei der Erstellung von Quartierskonzepten, wie auch dem notwendigen zweiten Schritt, der Durchführung des Sanierungsmanagements haben. Aufgabe, unter Beteiligung und Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger von Niederheimbach, soll die Senkung des ortsweiten Energieverbrauches, die Senkung der CO2-Emissionen samt daraus entstehender Kosten, die Steigerung der Nutzung regenerativer Energien, die bauliche und funktionelle Aufwertung des Ortes sowie die Überprüfung und Neustrukturierung der energetischen Versorgungsinfrastruktur sein. Ebenso sollen mögliche Potentiale hinsichtlich der Nutzung von z.B. Windenergieressourcen berechnet werden. Damit kann Niederheimbach fit für die Zukunft gemacht werden. Wir sind mit dieser Maßnahme Vorreiter in der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe und können als Pilot aktiv an der Energiewende mitarbeiten. Sobald es möglich ist, wird mit den Öffentlichkeitsveranstaltungen begonnen werden, um das Projekt gemeinsam mit allen Bürgerinnen und Bürgern von Niederheimbach zu einem Erfolg zu machen.

 

Die Projektidee der Stadtwerke Mainz AG, ein Pumpspeicherkraftwerk mit Unterbecken im Steinbruch und Oberbecken auf dem Franzosenkopf zu errichten wird auf Sparflamme weiter verfolgt, aber immer noch gewollt. Eine verlässliche Prognose zu Baubeginn und Inbetriebnahme ist derzeit nicht möglich.

 

Ein weiteres Projekt, welches 2020 abgeschlossen werden konnte, war die Sanierung des 7-Burgen-Blicks. Hierfür konnte ein Förderprogramm der LAG in Anspruch genommen werden. Der Turm wurde fachmännisch durch Holz-, Metall- und Malerarbeiten in Stand gesetzt. Durch diese Maßnahme können wir den Turm als touristisches Highlight und einer der wenigen verbleibenden Aussichtstürme an der Rheinschiene erhalten. Er befindet sich jetzt wieder in einem guten Zustand und dürfte uns so noch einige Jahrzehnte Freude bereiten.

 

Schauen wir auch noch einen Augenblick ins neue Jahr 2021 und darüber hinaus:

Wichtigstes Vorhaben im Jahre 2021 ist sicher die bauliche Fertigstellung und konzeptionelle Erweiterung unserer Kindertagesstätte Märchenhain. Zwei ungeplante Wechsel von Architekten, sowie die durchzuführende Schadstoffsanierung der Decke im Erdgeschoss, wie auch die Tatsache, dass wegen der Corona-Pandemie dringend benötigte Fördertöpfe zeitlich gesperrt wurden zu Verzögerungen geführt. Für die Wiederinbetriebnahme der KiTa mussten aktuelle Testate verschiedener Aufsichtsbehörden eingeholt werden. Bei der Begehung durch die Versicherungsbehörde wurden Anfang 2020 dabei Isolationsmaterialien in der Decke festgestellt, die eine Sanierung derselben erfordern. Es mussten weiterhin vorgeschriebene Nachweise eingeholt werden, die nun vollständig vorhanden sind und von unserer und der Seite der Verbandsgemeine alles für die Auftragsvergabe vorbereitet werden kann – vor welcher der Ortsgemeinderat noch die Entscheidung zu treffen hat, ob der Dachgeschossausbau erfolgen soll oder nicht. Mit einem möglichen Ausbau könnte man die Angebotserweiterung für U2- und Hort Kinder realisieren. Natürlich sind wir als Verwaltung auch dazu angehalten, Kosten und Nutzen immer im Sinne des Allgemeinwohls abzuwägen. Dies werden wir tun, um die beste Entscheidung für Niederheimbach und seiner Kinder zu treffen.

 

Nach dem Umzug des Kindergartens in sein Stammhaus, wird im Bürgerhaus die Planung für die Veränderung des Erdgeschosses als offener Eingangsbereich mit Einblick in die vorhandenen Räume begonnen werden können. Die Zusammenführung zweier, seitheriger Klassenräume und eine direkte Zuwegung innerhalb des Gebäudes zu den Toilettenanlagen soll dabei Realisierung finden.

 

Für die Jahre ab 2022 ist dann die Ertüchtigung von Dach und Fassade des Bürgerhauses und des Bahnhofsgebäudes vorgesehen

 

Nach Abstimmung mit der Kreisverwaltung Mainz-Bingen und Zusage des Landesbetriebs Mobilität soll noch in diesem Jahr mit dem Teilausbau der lange angestrebten Park & Ride-Anlage am Bahnhof begonnen werden.

Hierzu sind nun alle Förderbescheide eingegangen, sodass die Durchführungsplanung finalisiert werden kann

 

Selbiges gilt für den Umbau der barrierefreien Bushaltestellen am Bahnhof, bei denen ebenfalls mit der Durchführungsplanung begonnen werden kann.

 

Weiterhin anvisiert ist der Umbau der DB-Anlage Bahnhof-Verkehrsstation.

Umbau und Ertüchtigung der Verkehrsanlage werden nach Vorliegen einer Kostenschätzung mit derzeit ca. 9 Mio € bewertet. Der Ausbau ist im Mittelfristprogramm der Deutschen Bahn fest positioniert und soll nach telefonischer Zusage bis zur BUGA 2029 erfolgt sein.

 

Auch im Jahr 2021 soll die Erschließung des Neubaugebiets „Auf der Höh II“ und „Reifersley“ erfolgen, die der Gemeinde weitere rund 15 Bauplätze und damit eine gesicherte Entwicklung bringt.

 

Die Fortführung der Entbuschung der ortsnahen Bereiche durch Beweidungsmaßnahmen und mechanisches Mulchen unter Mithilfe von Freiwilligen und finanzieller Unterstützung aus Jagdpachteinnahmen soll weiter sichergestellt werden.

 

Freuen dürfen wir uns im neuen Jahr sicher über die neuen Verpachtung der Burg Sooneck, wodurch es wieder möglich sein wird, Speisen und Getränke auf der Burg zu sich zu nehmen und ein neues gastronomisches und kulturelles Konzept zu entdecken. Damit kann die Burg wieder zu einem touristischen Hotspot werden. Auch die Wanderer können sich freuen, dort wieder unkompliziert Verpflegung erwerben zu können. Wir freuen uns auf den offiziellen Start und wünschen der Burgfamilie viel Erfolg und wollen alle Unterstützung anbieten, die wir als Ortsgemeinde geben können.

 

Mittlerweile gibt es Interesse auf den Grundstücken am Meilenstein Wohnbebauung und ein Apartmenthotel mit etwa 40 Zimmern zu errichten. Um dieses Vorhaben für die Gemeinde abzusichern, soll eine Bauabsichtserklärung mit dem Interessenten abgeschlossen werden. Der Investor hat einen Architekten mit den Vorplanungen für eine Bauvoranfrage beauftragt.

 

Begleitend zum Bauleitverfahren werden frühzeitig sowohl die Auslage, als auch die Möglichkeit zur Geltendmachung von Einwänden und Vorschlägen von Trägern öffentlicher Belange und Betroffener sichergestellt.

 

Derzeit hat der gleiche Investor auch Interesse am Märchenhaingelände und dem Projekt „Seniorenwohnheim“ geäußert. Die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Generierung von Steuereinnahmen würden für den Ort überaus positiv zu Buche schlagen. So könnte es für Seniorinnen und Senioren bald möglich sein, den Lebensabend in der Heimat mit Blick auf den Rhein verbringen zu können.

 

Die Vorplanungen für ein reduziertes Seniorenwohnheim sehen von ursprünglich 152 Pflegeplätzen und 80 Zimmern für betreutes Wohnen nun realistischere 80 Pflegeplätze und 20 Zimmer für betreutes Wohnen vor. Parallel dazu wird seitens des Investors aktuell der Bedarf ermittelt, um konkrete Aussagen treffen zu können. Auch hier wird es zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu den gesetzlich vorgeschriebenen Offenlegungen kommen, um mögliche Einwände oder Vorschläge prüfen zu können.

 

Für Niederheimbach könnten beide Projekte ein großer Zugewinn sein, der ebenso ein Gewinn für die Region darstellen könnte.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Die Zielsetzung ist es, das Vorhandene zu erhalten, ohne große Risiken wichtige Maßnahmen weiter zu verfolgen und umzusetzen.

Gemeinsam das Beste zu geben, um Niederheimbach kontinuierlich noch attraktiver und wettbewerbsfähiger zu machen, sollte auch künftig die Aufgabenstellung sein.

Ich wünsche Ihnen allen für das noch neue Jahr 2021 Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr/Euer

 

Ole Wysotzki

Ortsbürgermeister

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