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Rücktritt des ehrenamtlichen Bürgermeisters der Ortsgemeinde Niederheimbach

Briefkopf | © Gerhard Blum

Rücktritt des ehrenamtlichen Ortsbürgermeisters

der Ortsgemeinde Niederheimbach

30.05.2021

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Thorn,

sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit trete ich mit sofortiger Wirkung von meinem Amt als ehrenamtlicher Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Niederheimbach zurück.

Nachdem ich in der Wahlperiode 2014 bis 2019 bereits im Ortsgemeinderat vertreten war, habe ich ab dem 19.08.2019 auch das Amt des ehrenamtlichen Ortsbürgermeisters der Ortsgemeinde Niederheimbach mit viel Engagement und Spaß bei der Sache ausgeführt. Die Fortentwicklung des Ortes stand dabei immer im Fokus meiner Arbeit. Die Zielsetzung war stets eine gerechte Beurteilung und Abwägung der Fakten zum Wohle der Allgemeinheit und der Ortsgemeinde Niederheimbach.

Umso fassungsloser war ich über die Vorkommnisse der jüngeren Vergangenheit, durch die man unsere Ortsgemeinde durch Machtgehabe Einzelner der Lächerlichkeit preisgegeben hat.

Nach Abspaltung einiger Mitglieder der FWG/WNF-Fraktion und deren Zusammenschluss zur Freien Fraktion Niederheimbach mit aktuell noch 3 von 5 Ratsmitgliedern, haben sich auch die anderen Fraktionen von CDU und SPD mit Vorgenannten solidarisiert, um die Machtverhältnisse zu kippen.

Wäre man bereit gewesen, weiter sachorientiert zu arbeiten, wäre dieses Ärgernis sicherlich noch zu akzeptieren gewesen. Doch man hat sich für einen destruktiven Weg entschieden, bei dem Absprachen und vergangene Entscheidungen nichts mehr zu zählen schienen. Dies alles gipfelte in der unsäglichen Ablehnung des Investitionsplans/Haushaltsplans im März, bei der die Beschlussempfehlung des Haupt- und Finanzausschusses nicht mehr zu zählen schien. Auch hier ging es augenscheinlich nur um Machtdemonstration.

Eine solche auf dem Rücken der Bürgerinnen und Bürger der Ortsgemeinde Niederheimbach auszutragen ist mir in allen Fasern meines Körpers zuwider.

Zwar wurde der Haushaltsplan dann nach etlichen Vorberatungen und einer erneuten Sitzung des Ausschusses dann schließlich doch bei vielen Enthaltungen und Nein-Stimmen in der letzten Sitzung des Ortsgemeinderates am 03.05.2021 beschlossen, die Vorgehensweise warf jedoch einen dunklen Schatten auf die weitere Zusammenarbeit.

In der Vorbereitung und im Nachgang der Sitzung und bei vielen Gesprächen mit den Fraktionsvorsitzenden wurde leider deutlich, dass ihnen an keiner Zusammenarbeit gelegen ist.

Einladungen der Ortsgemeindeverwaltung zu gemeinsamen Gesprächen wurden von einigen Fraktionsvorsitzenden kurzfristig abgesagt – wie soll man so sachorientiert zusammenarbeiten?

Auch die Aussagen, das Entwicklungsmanagement betreffend, lassen tief blicken.

Ein Gebilde zur Unterstützung der Ortsgemeindeverwaltung ist offensichtlich nicht gewollt, weil scheinbar unliebsame Bürgerinnen und Bürger hier ihre Freizeit zum Wohle des Ortes opfern.

Ich möchte mir nicht vorschreiben lassen, zu wem ich Kontakt pflegen darf.

Die letzten Wochen und Monate lassen alle Beteiligten und vor allem die Ortsgemeinde schwer beschädigt zurück. Erfundene Diffamierungen gegen einige Personen sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Der Vorschlag der Verwaltung auf Durchführung von Neuwahlen oder einer repräsentativen Bürgerbefragung zu diesem Thema wurde – aus Angst? – von den Fraktionen zurückgewiesen.

Wenn das die neue Art ist, die Ortsgemeinde zu leiten, dann möchte ich nicht mehr Teil davon sein. In den letzten Monaten konnte ich das schändliche Verhalten machtbesessener Menschen kennen lernen und wünsche niemandem, so etwas erleben zu müssen!

Abschließend möchte ich mich gerade bei allen Menschen bedanken, die mich vollumfänglich unterstützt haben. Angefangen bei den ehemaligen Beigeordneten Manfred Schmitt und Florian Wink. Das Entwicklungsmanagement mit Günter Grimm, Heinz Wagner, Roswitha Hautmann, Werner Jockel und Thomas Hennig. Dem Rentnerring und den „Wühlmäusen“, stellvertretend hier Hans Sperling und Helly Grimm, der gesamten Beweidungsgruppe, stellvertretend Armin Frey, dem ehrenamtlichen Betreuer der Homepage Gerhard Blum und dem ehrenamtlichen Betreuer für die Gemeindebediensteten Martin Gerhard. Bei den Gemeindebediensteten selbst, Michael Franz und Tobiasz Filas, sowie natürlich bei der Gemeindesekretärin Birte Merkelbach und den Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte Märchenhain, stellvertretend der Leitung Doris Römer.  Viele weitere, deren Namen ich nicht genannt habe, fühlen sich sicher angesprochen, wissen sie doch um Ihren Anteil an den schönen Seiten der vergangenen Zeit. Ohne eine solch breite Unterstützung wäre vieles nicht möglich gewesen.

Vieles Gute hätten wir sicher noch bewirken können, doch das kann auf Grund der aktuell instabilen politischen Verhältnisse mehr denn je mit einem Fragezeichen versehen werden.

Ich bedanke mich auch bei allen Bürgerinnen und Bürgern von Niederheimbach, dass mir die Chance gegeben wurde, viele gute Erfahrungen als Ortsbürgermeister machen zu dürfen. Das Amt habe ich vom ersten Tag an nach bestem Wissen und Gewissen ausgeführt. Die vergangenen rund 20 Monate haben im Großen und Ganzen doch sehr viel Spaß gemacht, da ich im Sinne der Bürgerinnen und Bürger mein Bestes geben konnte.

Abschließend wünsche ich auch der neuen Ortsgemeindeverwaltung viel Glück bei ihren Aufgaben.

Ich selbst werde nur im Falle von Neuwahlen des Ortsgemeinderates und des Ortsbürgermeisters als Kandidat zur Verfügung stehen!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr/Euer

Ole Wysotzki

„Alles hat einen Anfang, eine Mitte und ein Ende und es ist an der Zeit hier den Schlusspunkt zu setzen.“

(Dani Alves, 23.06.2019)

„Ich möchte mich entschuldigen, wenn ich Fehler gemacht habe, ich habe nur versucht mein Bestes zu geben!“

(Dani Alves, 23.06.2019)

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